Kurzer Sommertrip mit dem Wohnmobil – Der holprige Start und die faulste Kita der Nation

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Die letzten paar Tage waren wir mal wieder mit dem Wohnmobil unterwegs, um ein bißchen Urlaub zu machen. Eigentlich wollten wir diesen Sommer ja weit weg fahren, nach Italien, Südfrankreich oder Kroatien, um mal so richtig Sonne zu tanken, aber „Köröna“ und ein neuer Job ab dem 01.08. haben den Plan ruiniert. Blöd, aber machen wir das Beste draus!

Der neue Plan: Für ein paar Tage Sonne tanken in Holland an der Nordseeküste. Nicht so spektakulär wie die ursprünglichen Ziele, dafür aber viel näher und auch mit 4 oder 5 freien Tagen anstatt zwei Wochen zu erreichen.

Los gings am letzten Kita-Tag: Wir hatten es am Abend vorher tatsächlich fertiggebracht, unser Urlaubsgepäck schon mal im Flur bereit zu stellen, sodass wir dann morgens nur noch alles ins Wohnmobil packen und einkaufen gehen musste. Dass wir nur noch ein paar Stunden anstatt mehrererererer Tage zum Packen brauchten, war schonmal ein guter Start.;-)

Wir hatten dann sogar noch Zeit, uns in Ruhe zu duschen und die Hälfte eines Films zu schauen, bevor wir dann etwas überhastet die Kinder aus der Kita geholt haben – Am letzten Tag war nur bis 12:00 Uhr geöffnet, was wir nicht wussten. Um 12:01 klingelte das Telefon und als Andrea in der Küche ranging, hörte ich noch auf dem Sofa:

„Wann holen Sie denn endlich ihre Kinder ab?!“

Ohne Begrüßung. Ihnen auch einen schönen guten Tag. Sie hat dann noch kurz versucht, die Sache zu beruhigen, aber es war eher hoffnungslos. Immer noch auf dem Sofa konnte ich problemlos mithören, wie die Erzieherin in den Hörer brüllte:

„Das stand doch im Elternbrief, können Sie denn nicht lesen?!“

Einzig mögliche Antwort: „Jaja“, mit deutlichem Leck-mich-am-Arsch-Unterton. Anscheinend konnten übrigens erstaunlich viele Leute nicht lesen, denn wir waren bei Weitem nicht die einzigen Eltern, die ihre Kinder zu spät abholten. Da wir den ach so wichtigen Elternbrief wegen seines üblichen schmonzig-belanglosen Inhalts (eine Melange aus glückskekswürdigen Zitaten und Selbstbeweihräucherung) allerdings schon lange entsorgt hatten, bleibt das Mysterium, ob wir zu doof zum Lesen oder die Chefin der Kita zu doof zum Tippen ist, wohl unbeantwortet.

Kurzer Exkurs: An jedem normalen Tag stehen die Damen spätestens 10 Minuten vor Feierabend bereits mit gepackten Taschen und fertig angezogen an der Tür und warten auf ihren Feierabend. Spätestens 5 Minuten vor Schluss sind die ersten schon weg. Auch bei anderen Aspekten ihrer Arbeit bewegt sich die Motivation der Damen eher gegen Null im unteren Mittelfeld. Wir haben die Kita schon längst zur faulsten Kita der Nation gekürt und uns bei der Leitung, deren Chef und bis zum örtlichen Jugendamt beschwert. Einzige Reaktion: Sollten wir uns nochmal beschweren, werfen sie unsere Kinder raus. Nach neun Wochen Lockdown ohne ein Sterbenswörtchen waren die ersten Worte, als wir die Kinder wieder gebracht haben, dass ja Gott sei Dank bald Sommer sei, dann könnten die Damen endlich ihren „wohlverdienten Urlaub“ genießen. Die Frage, was sie denn so die letzten neun Wochen gemacht hätten, wurde geflissentlich überhört. Wer sich jetzt fragt, warum wir nicht zu einer anderen Kita wechseln – Wir haben keinen anderen Platz bekommen. Das ist der einzige Grund.

Jetzt aber los!

Nach diesem doch etwas holprigen Start ging es dann erstmal gen Ruhrpott zur Familie. Wir haben noch kurz auf dem Weg einen Supermarkt geplündert etwas Grillfleisch eingekauft und den Rest des Tages nach unserer Ankunft in sanfter Fressnarkose verbracht. So (also wie die zweite Hälfte des Tages) darfs gern weitergehen!

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