„Schwester, den Defibrillator!“

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In den vorherigen Blogposts (hier und hier) hatte ich ja schon erzählt, wie wir zu unserem Wohnmobil gekommen sind. Endlich stand es also umgemeldet vor unserer Tür und wartete darauf, dass wir es aufmöbeln und für unsere Zwecke herrichten würden. Beim ersten Rundgang spürten wir auch gleich das Kribbeln: Das war unsere fahrbare Ferienwohnung, mit der wir von jetzt an Urlaub machen würden! Wann und wo wir wollten, so wie wir wollten! Einfach nur geil!

Außerdem haben wir bei dem Rundgang auch gleich zwei 240l-Säcke Müll und die Matratzen entsorgt. Danach waren wir wieder geerdet. 🙄

Der nächste Schritt war dann, die extrem nervige und absolut nutzlose Alarmanlage / Wegfahrsperre auszubauen. Kaum hatte ich das Armaturenbrett abgenommen, traf mich der Schlag: Da hing ein riesiger Wust an Kabeln hinter der Verkleidung, die alle nach derselben Methode zusammengefrickelt waren – Schlechte Lötstelle und dann notdürftig Isolierband drumgetüddelt!

Würg.

Insgesamt hat mich das zwei halbe Tage Arbeit gekostet. Der Lohn waren 20 Kilo Kabel (ich hab extra den Müllsack gewogen!), die ich in einem sagenhaften Deal kostenlos zusamnen mit dem restlichen Müll und den Matratzen unserem Recyclinghof angedreht habe 😉

Weiter ging es mit den undichten Fenstern: Bei denen konnten wir den inneren Rahmen (mit Jalousie und Insektengitter) einfach abschrauben und sie dann vorsichtig nach außen heraus drücken. Die Dichtmasse haben wir sorgfältig mit Spachteln und Lösungsmittel entfernt und die Fenster einfach mit neuer Dichtmasse wieder eingesetzt. Jetzt nur noch den Innenrahmen wieder festschrauben und vóila: Dichte Fenster.

Die Innenrahmen haben wir bei der Gelegenheit natürlich gesäubert und die kaputten Jalousien gegen neue getauscht. Den Farbton der „richtigen“ Austauschrollos fanden wir zum kotzen nicht optimal, deswegen haben wir mal wieder unsere kreative Ader bemüht: Wir haben von IKEA-Verdunklungsrollos den Stoff abgeschnitten und mit unserer Billig-Nähmaschine vom Aldi und einem passenden Fuß die Keder aus den alten Wohnmobil-Jalousien eingenäht. Fertig waren die neuen Rollos. Dank „Studio Osterhenne“ auf youtube hab ich danach auch die Mechanik wieder richtig zusammengesetzt bekommen. Unbekannterweise, vielen Dank an diesen Youtube-Kanal! Dort gibts übrigens auch noch nen Haufen andere Anleitung zum Reparieren und Restaurieren von alten Wohnmobilen.

Die Fahrertür und die Stauklappen haben wir erstmal provisorisch abgedichtet, da gehen wir nächsten Sommer nochmal ran.

Weiter im Text: Die Aufbaubatterien habe ich durch neue Bleibatterien ersetzt und die Verkabelung der Batterien ließ sich mit ein paar billigen Werkzeugen (Amazon, ich will ein Kind von Dir!) und Material auch vernünftig selbst neu machen. Die Scheinwerfer und Heckleuchten ließen sich mit ein bißchen Liebe und reichlich WD40 auch nochmal zu neuem Leben erwecken

Die Polster haben wir fürs erste mit Decken abgedeckt, früher oder später werden wir wieder die Nähmaschine rauskramen und neue Bezüge nähen. Alles in allem haben die Reparaturen etwa eine Woche gedauert. Danach mussten wir nur nochmal putzen und konnten dann mit der Beladung anfangen. Wir haben fürs erste nur eine kleine Küchenaustattung mitgenommen, alle Teile zusammen haben bei IKEA weniger als 50€ gekostet. Aus meiner Kellerwerkstatt hab ich mir einen Einkaufskorb mit etwas Werkzeug zusammengestellt und in die Heckgarage gelegt. Dazu kam dann noch

  • Ein Kanister Motoröl
  • Ein Kanister Scheibenflutschi
  • Ein Wasserschlauch mit diversen Gardena-Adaptern (geht einfach mal in den Baumarkt und sagt zum Verkäufer: „Ich hab nen Problem im Garten und bräuchte da so nen Adapter von Gardena auf Bagger-Hydraulik“. Die Reaktion ist unbezahlbar.)
  • Eine Kabeltrommel für Campingplatz-Anschlüsse
  • Ein Adapter von dem Camping-Anschluss auf eine normale Steckdose.

Da es schon Dezember war, haben wir uns die Klappstühle und den Sonnenschirm gespart und sind über Weihnachten gleich mal los gefahren. Mehr dazu im nächsten Artikel!

Was solls denn sein? Wie wir ein bezahlbares Wohnmobil gefunden haben

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Im letzten Post hatte ich ja beschrieben, wie wir auf die Idee kamen, uns ein Wohnmobil anzuschaffen. Das wollten wir jetzt natürlich auch in die Tat umsetzen. Unsere Idee dabei blieb die „fahrende Ferienwohnung“. Schnell lernten wir, dass das Zauberwort hier wohl „autark“ sein würde: Das Wohnmobil sollte unabhängig von Stell- und Campingplätzen sein, denn wir wollten ja Roadtrips und Familienabenteuer und nicht Gelsenkirchener Camperbarock mit Gartenzwergen und Block… Verzeihung, Platzwart.

Gehts auch eine Nummer größer?

Deshalb hab ich mich zuerst sogar eine Nummer größer umgeschaut und mich mit Wohnbussen beschäftigt, also alten Bussen oder LKW, die von Bastlern in oft jahrelanger Arbeit zu Riesenwohnmobilen umgebaut werden. Geiler Scheiß:

  • Wir wollen das ganze Jahr über in den Urlaub fahren, nicht nur im Sommer. Ein Wohnbus hätte so viel Grundfläche wie ein kleines Apartment, da könnte man bei schlechtem Wetter auch mal den Tag drin verbringen.
  • Die Technik von Reisebussen ist nahezu unkaputtbar. Laufleistung von 1.000.000km (Ja, eine Million!) sind eher die Regel als die Ausnahme.
  • Man hätte genug Gewichtsreserve für etliche hundert Liter Frisch- und Abwasser, riesige Batteriebänke, einen Generator… Es gibt sogar Wohnbusse mit richtiger Badewanne!

Warum wir uns gegen einen Wohnbus entschieden haben

Aber auch wenn die Idee im ersten Moment verlockend klingt, hat sie doch auch einige handfeste Nachteile:

  • Wie bereits geschrieben, muss man entweder sehr viel Geld (guter Witz) oder sehr viel Zeit mitbringen, bis so ein Wohnbus umgebaut ist. Wir wollten aber höchstens 2-3 Wochen Arbeit investieren und dann losfahren.
  • Jedes Wohnmobil ist immer ein Kompromiss aus Komfort und Beweglichkeit. Mit einem kleinen Kastenwagen kommt man fast überall hin, hat aber recht wenig Komfort. Wohnbusse sind genau das andere Extrem: Sehr komfortabel, aber auch sehr unbeweglich. Enge Einfahrten von Stellplätzen, enge Gassen in Südeuropa, niedrige Brücken etc. würden jedes Mal zur Herausforderung und einige Strecken würden für uns komplett unpassierbar.
  • Ein Wohnbus ist auch bei den laufenden Kosten extrem. Einen Campervan, also einen Kastenwagen, kann man bei ca. 10l/100km bewegen. Ein Wohnmobil mit Alkoven liegt grob im Bereich von 12-14l/100km. Ein Wohnbus schluckt gern das Doppelte: 25-30l/100km. Dazu kommen hohe Preise für Maut, Fähren, etc. Nicht zu vergessen ist auch die Wartung und etwaige Reparaturen eines Busses, die sehr viel teurer sind als bei einem kleineren Fahrzeug.

Was wollen wir denn nun?

Also, ein Wohnbus sollte es nicht werden. Trotzdem brauchten wir (getreu unserem Ziel „fahrende Ferienwohnung“) ein relativ großes Mobil für 4 Personen und einen großen Hund, wollten eine Toilette, Dusche und ganz wichtig: Feste Betten für jeden Mitfahrer. Das Auf- und Abbauchaos beim Umbau der Sitzgruppe in ein Bett hatte ich als Kind im Wohnwagen meiner Eltern oft genug mitgemacht, das wollte ich auf keinen Fall. Außerdem sollte das Wohnmobil wintertauglich sein. Es gab also folgende Optionen:

  • Kastenwagen: Ein Kleintransporter (zB ein Mercedes Sprinter) mit Wohnausbau. Meistens nur 2 Schlafplätze. Sehr wendig und unauffällig, aber für uns viel zu klein
  • Alkoven: Das sind die „klassischen“ Wohnmobile mit dem Buckel über dem Fahrerhaus. Gibts mit 2-4 Festbetten je nach Größe. Kam für uns in Frage.
  • Teilintegriertes Wohnmobil: Anstatt des Buckels gibt es nur eine Art Keil über dem Fahrerhaus. Meistens nur 2 Festbetten, für uns zu klein.
  • Vollintegriertes Wohnmobil: Quasi die „Königsklasse“. Motor und Fahrgestell kommen von einem Transporter, aber der ganze Aufbau ist vom Wohnmobilhersteller. Tolles Raumgefühl, weil das Cockpit quasi mit zum Wohnbereich gehört. Meistens 2-4 Festbetten, häufig mit Hubbett (also ein Bett mit einer richtigen Matratze und Lattenrost, das man nicht umbauen, sondern nur nachts an einem Gestell von der Decke runter ziehen muss), kam für uns in Frage.

Die Suche

Natürlich haben wir die diversen Internetportale (mobile.de, autoscout, ebay Kleinanzeigen und diverse andere) abgeklappert. Wohnmobile gab es zuhauf, aber brauchbare Mobile zu einem vernünftigen Preis – ganz andere Geschichte. Zwei Wohnmobile haben wir dann trotzdem angeschaut. Das Eine stellte sich bei der Besichtigung als deutlich zu klein heraus, das andere war zwar groß genug, roch aber seltsam und war viel zu laut beim Fahren. Beide Male war uns schon auf der Heimfahrt klar: Das ist es nicht.

Der nächste Kandidat war eine interessante Geschichte: Gefunden bei mobile.de, inseriert als Angebot aus Deutschland, ein Alkoven-Wohnmobil mit sehr guter Ausstattung zu einem sehr niedrigen Preis. Jetzt der Plot Twist: Als ich mit der (angeblichen) Besitzerin per Whatsapp Kontakt aufnahm, teilte sie mir mit, das Wohnmobil stünde in Italien, sie würde es aber für eine Besichtigung nach Deutschland überführen. Mich juckte bei der ganzen Story mein Bullshit-Sensor, also mal wieder kurze Internetrecherche: Eine bekannte Betrugsmasche. Wenn man sich auf eine Besichtigung einigt, labern die angeblichen Verkäufer einem mit ner weinerlichen Geschichte nen Knopf ans Ohr, kassieren irgendeine Art von „Anzahlung“ und verschwinden dann auf Nimmerwiedersehen. Alles klar. Kurzer Hinweis an die Polizei („Danke für den Hinweis“), und weiter gings mit der Suche.

Schließlich kam uns der Zufall zur Hilfe: Ein guter Freund hatte bei Facebook ein Wohnmobil-Angebot entdeckt: Ein vollintegriertes Wohnmobil, zulässiges Gesamtgewicht 4 Tonnen (also genug Zuladung für einen Urlaub mit der Familie), Tandem-Achse am Heck (weniger Schwanken bei Wind), 7,30m lang, großes Doppelbett im Heck, Hubbett über den Fahrersitzen, Bad und separate Dusche, doppelter Boden (wärmer beim Wintercamping), ausreichend große Sitzgruppe. Ich schaute es mir an und war sehr zufrieden, kam ein paar Tage später mit Andrea zurück und wir haben es gekauft.

Einfach so 😉

Hier mal ein paar Bilder, die bei der ersten Besichtigung entstanden sind:

Der Preis war günstig, dafür hatte das gute Stück allerdings auch ein paar Baustellen:

  • Die Reifen waren 15 Jahre alt, die mussten „demnächst mal“ gewechselt werden.
  • Die Elektrik war ziemlich verbastelt. Frontscheinwerfer, Heckleuchten, der Tempomat und die Verkabelung der Aufbaubatterien brauchten irgendwas zwischen Schönheitskur und Wiederbelebung, außerdem war noch so eine lächerliche Alarmanlage / Wegfahrsperre eingebaut, die nicht mal mich aufgehalten hätte. Raus damit.
  • Die Aufbaubatterien waren total hinüber und mussten getauscht werden.
  • Polster und Möbel brauchten eine Auffrischung.
  • Die Fahrertür, drei Fenster und ein paar Klappen am Aufbau waren nicht richtig dicht und mussten überholt werden
  • Die Jalousien im Aufbau mussten erneuert werden.

Wir fuhren nach Hause und machten uns ein paar Tage später an die Arbeit.

Der Anfang vom Anfang: Wie kommt ein geistig gesunder Mensch zum Wohnmobil?

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Ihr merkt es schon: Es gibt eine neue Kategorie im Blog. In Zukunft sollen hier Blogartikel über unsere Ausflüge und Urlaube mit dem Wohnmobil rein, außerdem werden wir natürlich auch einiges am Wohnmobil umbauen und reparieren. Keine Sorge, es gibt in Zukunft auch wieder Artikel zu DIY-Arbeiten im Haus und an unserer Hausautomation. Viel Spaß mit den neuen Artikeln!

So, da waren wir also: Mama Andrea und Papa André, schon jahrelang ohne Urlaub ausgekommen, aber jetzt einfach nur noch gestresst von Job, Hausbau, Kindererziehung und dem ganzen restlichen Krempel; dazu unsere beiden Minions (5 und 3 Jahre), mit allen Eigenarten, die einen Hotelurlaub wenig lohnenswert erscheinen ließen. Und natürlich noch unser Hund Krümel: 10 Monate, 40kg, eine wilde, aber sehr verschmuste Büfetttfräse und professioneller Kissenzerstörer.

Wir hatten ein paar echt miese Jahre hinter uns, mit gleich mehreren Tragödien im familiären Bereich und einigen selbst verschuldeten Fehlern, die uns bis in eine tiefe Ehekrise geführt hatten. Wir hatten es geschafft, uns dort wieder heraus zu arbeiten, aber Eines stand fest: So ging es nicht mehr weiter, wir brauchten Urlaub.

Regelmäßig.

Aber was sollte das für ein Urlaub sein? Pauschalurlaub mit all-inclusive kam für uns eigentlich nicht in Frage, wir wollten auch nicht mit dem Hund fliegen. OK, dann eine Ferienwohnung? Die hatten wir schon öfters gehabt, bevor die Kinder kamen. Selbst zu zweit und nur zum Ausspannen war es uns aber regelmäßig nach ein paar Tagen zu langweilig geworden und wir hatten angefangen, immer längere Ausflüge zu unternehmen.

Eigentlich… Ja, eigentlich bräuchten wir eine bewegliche Ferienwohnung für Roadtrips! Dann könnten wir mit den Kindern von einem Abenteuer zum nächsten fahren und wären unabhängig von Restaurants, Öffnungszeiten und Fahrplänen. Also ein Wohnmobil oder ein Wohnwagen? Hm. Kurzer Check im Internet: Wohnwagen eignen sich eher für Urlaube auf dem Campingplatz und für längeres Stehen. Wohnmobile sind besser, wenn man häufig weiterfährt. OK, also ein Wohnmobil!

Quicktipp: LibreElec und HifiBerry Digi+ Pro – Passthrough für DTS-Audio aktivieren

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Heute nachmittag hab ich mal nix am Haus gemacht, sondern mein altes 5.1-Lautsprechersystem aus meiner Studienzeit ausgegraben und aufgebaut. Kurze Einrichtung – Und schon hat die ganze Familie den Nachmittag über vor „Ready Player One“ gehockt und sich die Schlüpper von den Beinen vibrieren lassen. Einfach nur geil, wenn man vorher zwei Jahre mit Stereo aus dem Fernseher gelebt hat! 🙂

Kurz zu meinem Setup: Ein Raspberry Pi mit LibreElec, meine Medienbibliothek liegt hauptsächlich auf meinem Server. Zur Vorbereitung hatte ich mir einen „HifiBerry Digi+ Pro“ beim Warenhaus vom großen Fluss bestellt.

Raspberry Pi und HifiBerry, der Jungesellenabschied.

Die Einrichtung:

  • Raspberry Pi ausschalten und vom Strom trennen
  • HifiBerry auf den Raspberry Pi aufstecken
Frisch vermählt. Pech gehabt Kumpel, *sie* schläft oben.
  • Den Umweg über ssh habe ich mir gespart, sondern einfach kurz die Speicherkarte aus dem Raspberry Pi in meinen Rechner gesteckt und die config.txt dort bearbeitet: Am Ende der Datei muss einfach nur eingetragen werden:

dtoverlay=hifiberry-digi-pro

Raspberry Pi wieder einschalten!

Das Problem: Kein Passthrough

Ich war ziemlich enttäuscht, als ich alles eingerichtet hatte, aber kein DTS, sondern nur ein ziemlich vermatschtes Dolby ProLogic-Signal auf meinem Receiver ankam. Nach ein bißchen Internetrecherche hab ich dann die Lösung gefunden. Ich hab ein paar Screenshots von den Einstellungen gemacht, Ihr wisst ja: Ein Bild sagt mehr als eine Frau am ganzen Tag.

Also, zuerst mal die Einstellungen öffnen:

Wir wollen zum Punkt „System“:

Beim „Audioausgabegerät“ wird jetzt der HifiBerry ausgewählt:

Ein Stück weiter unten bei den Audioeinstellungen erlauben wir den Passthrough, wählen ggf. nochmal den hifiberry aus und teilen LibreElec mit, dass wir einen DTS- und Dolby Digital – fähigen Receiver haben:

Jetzt kommt der wirklich interessante Punkt: EIGENTLICH sollte jetzt alles funktionieren.

Eigentlich.

Wenn LibreElec nicht das Passthrough an ganz anderer Stelle unterbinden würde *grummel*. Also nochmal in die Einstellungen, diesmal zum Punkt „Wiedergabe“

Hier wartet gut versteckt die Option „Wiedergabe mit Bildschirm synchronisieren“. Solange die aktiv ist, gibt es kein Passthrough!

Erst, wenn diese Option abgeschaltet ist, wird das DTS-Signal unzermatscht an den Receiver durchgereicht. Nur zur Sicherheit sollte man allerdings beim nächsten Film noch kontrollieren, dass „Passthrough erlauben“ in den Audiooptionen aktiv ist:

Viel Spaß beim Filme schauen!

In diesem Sinne… Schönen Abend noch,

André

KNX – mal ganz in Ruhe… Teil 1: Warum überhaupt ein Smarthome / Bussystem?| KNX-Tutorial

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So, nach der kurzen Einführung in Teil 0 solls jetzt den ersten „echten“ Content in dieser Reihe geben.
Ich hab mir natürlich ne lange Liste mit Themen gemacht, die ich gern besprechen möchte, aber als ich dann die ersten Artikel schrieb, wurde mir klar, dass die allererste und wichtigste Frage irgendwie noch fehlte:
Warum überhaupt?
Warum baut man sich in sein Haus ein Bussystem ein? Warum sollte man ein Smarthome überhaupt haben wollen?
Diese Fragen will ich aus unserer, also Andreas und meiner ganz persönlichen Sicht beantworten:

Wir sind faul.

Ein Smarthome ist da nur der nächste logische Schritt nach der Einführung der Waschmaschine 😉
Also im Ernst: Habt Ihr Euch schonmal gefragt, wie viele Handgriffe im Haushalt man sich jeden Tag so sparen kann? Fenster zum Lüften öffnen und wieder schließen, Heizung hoch- und runterdrehen (man will ja beim Lüften auch nicht die Straße mitheizen), Licht einschalten, Rolläden hochziehen und runterlassen… Die Liste geht noch ne Weile weiter.
Klar, das sind alles nur kleine Handgriffe, aber versprochen, wie bei der Waschmaschine auch bemerkt man erst, was man da hat, wenn man mal wieder mit nem Waschbrett am Fluss sitzt… Oder dem Nachbarn zuschaut, wie er allabendlich sämtliche 15 Rolläden im Haus per Hand runterkurbelt 😉


Manche werden jetzt sagen: „Das ist doch alles Spielerei!“, aber das hat man über Waschmaschinen, Kühlschränke und Farbfernsehen vor einiger Zeit auch gesagt – Wer würde heute ohne leben wollen?
Für uns geht es also vor allem um Komfortgewinn. Damit scheiden auch viele Nachrüst „Smart“-Lösungen für uns sofort wieder aus der „Smart“-Kategorie aus. Wir wollen nicht die Klospülung von unterwegs per Internet betätigen können, wir wollen:

• Dass das Licht angeht, wenns draußen dunkel wird
• Außerdem können dann gern die Rolläden von alleine runterfahren.
• Wenn im Sommer die Sonne scheint, sollen die Rolläden bitte auch runterfahren, damit sich unser Wohnzimmer nicht zu sehr aufheizt
• Im Winter ist das Aufheizen allerdings durchaus erwünscht, da darf die Sonne rein
• Wenn für morgen strahlender Sonnenschein angesagt ist, könnte auch unsere Heizung im Winter ein bißchen runterfahren, oder?

Neben dem Komfortgewinn gibt es natürlich noch ein paar Nebenvorteile:
• Auf lange Sicht spart man wahrscheinlich Energiekosten, vor allem die Wärmepumpe dürfte von ein bißchen mehr Intelligenz profitieren. Warum eigentlich werden Heizungen immernoch von einer Logik gesteuert, die gefühlt schon in Omas Ölheizung aus den Fünfzigern steckt?
• Mit eingesparter Energie tut man auch zumindest ein bißchen was für die Umwelt.
• Ein bißchen sicherer dürfte das Haus dadurch auch werden, weil zB die Rolläden rauf- und runterfahren, auch wenn wir im Urlaub sind. Auch eine Anwesenheitssimulation, bei der abends automatisch Lampen an- und ausgeschaltet werden, lässt sich natürlich machen.
• Der Wiederverkaufswert des Hauses könnte höher liegen, wobei sich da die Geister streiten: Von „Das bringt gar nichts“ bis hin zu „Wer ein Haus ohne Bussystem baut, errichtet einen Altbau!“ oder „In 20 Jahren ist jedes Haus ohne Bussystem unverkäuflich!“ hört man da so ziemlich alles.

Wie steht Ihr zum Thema Smarthome? Schreibt uns gern einen Kommentar!

Und hier gibts das Video zum Blogbeitrag:

 

KNX – mal ganz in Ruhe… Teil 0: Einführung | KNX-Tutorial

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Vor ein paar Monaten hatte ich ein Youtube-Video zu unserem Bussystem und unserer Hausautomation gemacht. Ich dachte eigentlich, das Video wäre nur ein Lückenfüller und das Thema wäre eher nur was für die Nerd-Maker-Hausbau-Mini-Nische auf Youtube. Die Resonanz auf das Video war allerdings viel größer als erwartet. Inzwischen hat das Video fast 10.000 Views, über 100 Likes und ich bekomme immernoch regelmäßig Kommentare unter das Video
Wahnsinn!! Es gibt noch mehr Bekloppte wie mich, die son Nerd-Kram cool finden!
Aus diesem Grund hab ich mich entschlossen, noch ein paar mehr Videos zu KNX zu drehen. Viele Kommentare unter dem Video waren Fragen zur genauen Installation, den verbauten Komponenten etc. – Ich hab alle Fragen und Kommentare gern beantwortet, aber ich hatte insgesamt das Gefühl, dass bei vielen Leuten auch ziemliche Verwirrung rund um KNX herrscht.
Ich kann das verstehen – Das Thema wird meistens nicht besonders einsteigerfreundlich dargestellt und man muss sich sein Wissen oft doch eher mühselig im Internet zusammensuchen.
Also: Challenge accepted!
Ich werde versuchen, in dieser Video- und Blogartikel-Reihe erstmal ein paar Grundlagen zu erklären und dann mit den gleichen Komponenten, die wir auch im Haus verbaut haben ein kleines Beispielprojekt aufbauen. Die Videos sollen relativ kurz bleiben, sodass Ihr Euch später die einzelnen Videos nur zu den Themen anschauen könnt, die Euch interessieren. Zu jedem Video gibts dann auch einen Artikel auf unserer Website für diejenigen, die alles gern nochmal in Ruhe nachlesen wollen.
Was danach kommt weiß ich noch nicht genau, aber mir fällt bestimmt was ein… Es wird also hoffentlich ein spannendes Jahr 2019!

Und hier ist das Video zum Blogartikel:

KNX-Bus und Netzwerk bei uns zuhause

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Hallo zusammen,

 

heute gibts wieder ein neues Video auf unserem Youtube-Kanal, in dem Andrea und ich unser KNX-Bussystem und unser Computernetzwerk zuhause vorstellen.

 

 

Passend dazu wollte ich hier mal ein paar Links zu der verwendeten Software einfügen. Die Links sind hier einfach in der Reihenfolge, wie die Software auch im Video erwähnt wird:

 

FHEM – Die freie Software für unseren Homeserver auf Raspberry Pi – Basis

FHEM Theme von haus-automatisierung.com – Macht das Webfrontend schicker

TabletUI – Visualisierung für FHEM

IPFire – Freie Router und Firewall auf Linux-Basis

Ubuntu-Linux – Das Betriebssystem unseres Servers

Nextcloud – Die eigene Cloud ersetzt Google-Synchronisation und Co.

TVHeadend – Unser TV-Server, der das TV-Signal von der Sat-Schüssel ins Netzwerk streamt

LibreELEC – Haben wir im Video nicht erwähnt, aber diese Software macht unsere „dummen“ Fernseher zu Smart-TVs und empfängt übers Netzwerk das TV-Signal

Wie Ihr seht sind wir große Fans von Open-Source Software und Linux 😉

 

Das wars auch schon für dieses Mal!

Endlich erleuchtet

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Hallo zusammen, heute haben wir wieder ein Video online gestellt, in dem wir eine Deckenbeleuchtung für unsere Kellerwerkstatt bauen. Wir haben dazu einfach nen billigen LED-Streifen von Amazon und ein Trockenbauprofil benutzt:

 

 

Naja… Es war schon ziemlich spät abends, deswegen der etwas andere Stil als sonst. 🙂

Trotzdem fanden wir beide es irgendwie witzig und wollten es teilen. Die Lampe hängt übrigens inzwischen und funktioniert einwandfrei, bis jetzt klebt auch der LED-Streifen noch problemlos, deswegen werden wir das Prinzip „LED-Streifen auf sauberes Metall kleben und ordentlich festdrücken“ wohl beibehalten. Diese Lampe war außerdem so eine Art Prototyp – Über der Werkbank werden wir die Beleuchtung genauso bauen, allerdings werden wir da LED Streifen mit tageslichtweißen LED benutzen. Wir hoffen, dass das einen etwas angenehmeren  Farbton gibt und dass auch die Kamera damit besser zurecht kommt.

 

 

 

DIY Werkstattschrank aus OSB und MDF

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OK, der erste Versuch, einen schönen, großen Werkstattschrank zu bauen, ging voll in die Hose. Also versuchen wirs doch gleich nochmal!

Die Grundidee für den Werkstattschrank blieb die Gleiche: Schön groß sollte er sein, ne Menge Kleinkram fassen, transportabel sein, selbstgebaut und nicht zu teuer. Nach ein bißchen rumprobieren kam dann dieser Entwurf dabei raus:

Zugegeben, nicht gerade ein Meisterwerk der Zeichenkunst, aber genug, um in FreeCAD loszulegen und einen detailierteren Bauplan zu konstruieren

Der ganze Schrank ist aus 18mm OSB gebaut, die Schubladenfronten bestehen aus MDF. Später werde ich die Fronten genauso wie bei der Werkbank mit Tafellack streichen.

Im unteren Teil hat der Schrank drei Schubladen für Leim, Silikon, Farben, Eisenwaren und Malerzubehör.

Im oberen Teil gibt es vier Apothekerauszüge, zwei für Schrauben in Schütten und zwei für Farbdosen.

Der Schrank ist mein bisher größtes Projekt, er besteht aus ca. 80 Einzelteilen, dementsprechend hab ich erstmal ausgiebig die Hand- und Tischkreissäge bemüht. Nachdem ich die Teile für den Korpus fertig hatte, habe ich den auch gleich montiert und auf Rollen gestellt, dann ging es mit den Teilen für die Schubladen weiter. Die unteren Schubladen habe ich abends montiert, deswegen musste der Kompressor ausbleiben und die Schubladen wurden verschraubt und geleimt. Für die Apothekerauszüge oben habe ich dann die Nagelpistole und Leim benutzt. Das geht einerseits schneller, außerdem lassen sich die winzigen Nägel leicht überspachteln fürs spätere Lackieren. 

Insgesamt hat der Bau des Schranks etwa 15 Stunden gedauert.

Zuletzt gings dann endlich ans Einräumen. Kombiniert hab ich das mit einer größeren Aufräum-/Chaosbeseitungsaktion, die insgesamt nochmal fast zwei Tage gedauert hat.

Insgesamt gefällt mir der neue Schrank super und es ist eine Riesenmenge Kram darin verschwunden. Als nächstes kommt jetzt erstmal der Garten dran, den haben wir uns im Winter dummerweise selbst verhunzt, indem wir mit dem Auto durchgefahren sind. Dementsprechend werden wohl ein paar Tage Arbeit draufgehen, bis die Kinder wieder nen Rasen zum Spielen haben. Also, schaut bald mal wieder rein!

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Bis zum nächsten Projekt!

Kleines Intermezzo – Eine neue Führungsschiene für die Handkreissäge

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Herrgott, was hab ich mich geärgert. Da hatte ich mir aus nem halben dutzend OSB-Platten Teile für einen Schrankkorpus samt Verstärkungen geschnitten. Geplant war ein gut zwei Meter hoher Werkstattschrank mit allem Zipp und Zapp. Beim Zuschnitt lief auch noch alles, aber bei der Montage kam dann die Ernüchterung: Nichts passte zusammen.

OK, kurzer Ausraster.

Danach hab ich dann erstmal geschaut, woran es liegt. Ziemlich schnell wurde mir klar, dass ich Murks geschnitten hatte. Die Teile waren alle 2-3mm zu kurz oder zu lang. An einem Teil hatte ich es geschafft, ein Ende zu lang und das andere zu kurz zu schneiden.

Hm.

Nach ein bißchen mehr Suche stellte sich schließlich raus, dass meine selbstgebastelte Führungsschiene für die Handkreissäge krumm war. Beim Zuschneiden der dicken Platte für die Werkbänke muss ich irgendwie in die Führungsschiene gesägt haben, ohne es zu merken.

Nach noch nem kurzen Ausraster kam dann das Spielkind bei mir durch… So eine Schiene kann man ja bestimmt auch noch besser bauen…

Am Ende hatte ich auf einmal ne 12mm-Siebdruckplatte, 4mm Pappel-Sperrholz, ne Anti-Rutsch Matte vom Aldi und ein paar kleine Schrauben auf der Werkbank liegen und los gings.

Zuerst hab ich die Teile zugeschnitten. Die Länge aller Teile ist 1400mm. Der Boden der Führungsschiene ist 250mm breit, der obere Teil 100mm. Das Pappel-Sperrholz hatte ich mir schon im Baumarkt auf 100mm Breite schneiden lassen.

Aus dem Boden hab ich dann eine Kante mit der Führungsschiene ausgeklinkt. Dafür hab ich die Platte senkrecht durch die Kreissäge geschoben und den Anschlag langsam immer weiter verstellt, bis das Pappelsperrholz (die spätere Anschlagkante) genau bündig passte. Die Skala der Kreissäge kann man dabei übrigens getrost vergessen, weil sich das Sägeblatt bei solchen Arbeiten ein winziges bißchen zur Seite biegt.

Das Pappelsperrholz hab ich an die Schiene nur angeschraubt, damit ich es später leicht wieder austauschen kann.

Die Gummimatte habe ich mit Sprühkleber an der Schiene befestigt, an der Schnittkante hab ich dafür doppelseitiges Klebeband benutzt, auch das sollte sich wieder lösen lassen.

Für den oberen Teil der Schiene wollte ich eigentlich Schrauben benutzen, hatte aber keinen passenden da, also hab ich einen Rest Epoxy verbraucht, der noch in der Ecke der Werkstatt rumlag.

Mit ein bißchen Zeit und Gewicht ist so aus einem bißchen Sperrholz und ein paar Kleinteilen eine richtig nette Führungsschiene geworden. Ein paar mehr Eindrücke könnt Ihr Euch in meinem Youtube-Video anschauen. Viel Spaß beim Anschauen!